• Gute Vorsätze

    Gute Vorsätze sind wie der Regenbogen: schnell verschwunden.

    Gute Vorsätze sind wie der Regenbogen: schnell verschwunden.

    Silvester kommt immer so plötzlich. Gestern war noch Januar und übermorgen schon wieder. Ein Jahr mehr auf dem Zählerstand. Nur, dass der sich nicht zurückdrehen lässt wie der Tacho eines Autos.

    Die Zeit um Silvester und Neujahr herum ist daher immer auch die Zeit der Rück- und Ausblicke. Des Bereuens und der guten Vorsätze. Und ob man will oder nicht: Überall hört man, was andere sich fürs neue Jahr vorgenommen haben. Als ob man das immer wissen will.

    In den letzten Jahren habe ich daher auf die Frage „Na, welche guten Vorsätze hast du denn fürs neue Jahr?“ stets mit dem gleichen Wort geantwortet: „Keine.“ Nun ja, ich kannte mich selbst ja bereits eine Weile. Meine Freunde fragen deshalb schon gar nicht mehr. Ich sie übrigens auch nicht. Finde ich unhöflich. Denn letztlich läuft es doch meist darauf hinaus, dass man den anderen einige Monate, Wochen, Tage oder auch nur Stunden später dabei erwischt, wie er bzw. sie seine/ihre guten Vorsätze bricht. Und ein „Ätsch Mann, hab ich′s dir doch gesagt!“ oder ein verschämtes „Was ist denn nun mit deinen guten Vorsätzen?“ ist einer Freundschaft nicht immer zuträglich.

    Doch in diesem Jahr ist alles anders. Ich habe tatsächlich ein, zwei gute Vorsätze (wer davon nichts wissen will, bitte jetzt aufhören zu lesen). Nein, ich will nicht abnehmen, und das Rauchen habe ich bereits vor zwölf Jahren aufgegeben. Ich habe stattdessen den Vorsatz getroffen, häufiger als bisher Dinge zu tun, die mich glücklich machen. Welche das sind? Eigentlich ganz einfache Sachen:

    • Mich noch mehr als bisher im Freien aufhalten. Arbeiten kann ich schließlich auch draußen. Der Hund wird das ebenfalls gut finden.
    • Leute treffen, die ich mag.
    • Herumblödeln und albern sein. Wer das peinlich findet, muss ja nicht hinschauen oder hinhören.
    • Schreiben. Tolle Sachen für tolle Kunden, aber auch meine eigenen Texte.
    • Mich zwischendurch einfach mal hinsetzen und nichts anderes tun, als Löcher in die Luft zu starren. Das macht den Kopf frei und leicht.

    Tja, und dann habe ich mir noch etwas vorgenommen:
    Jeden Monat einmal etwas zu tun, das ich

    • a) entweder noch nie gemacht habe, oder
    • b) wofür ich mich überwinden, über meinen eigenen Schatten springen muss.

    In diesem Jahr habe ich damit bereits angefangen und viel daraus gelernt.

    Und ich nehme mir vor, hier darüber zu berichten. Ohne Rücksicht auf Verluste. Also auch über Peinlichkeiten und Misserfolge. So möchte ich dieses Jahr zum Beispiel endlich einen Surfkurs machen. Nicht auf Hawaii, sondern auf dem Steinhuder Meer (hüstel). Und das wird sicher peinlich. Aber egal. Wenn es so weit ist, erfahrt ihr davon. Ähem, nun ja. Vielleicht erinnert ihr mich hin und wieder daran …

    Falls nun noch jemand über seine eigenen guten Vorsätze reden möchte, gerne! Hierunter ist genug Platz. Oder ihr schreibt mir eine Mail. Ich höre diesmal auch ganz bestimmt zu und verkneife mir ein Ätsch, wenn es doch nicht geklappt hat mit den guten Vorsätzen. Versprochen!

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7 Responsesso far.

  1. Martina Walter sagt:

    Liebe Simone,

    ich finde deinen 2014er Jahresplan super. Du hast Dich nicht wirklich festgelegt und dadurch machst du dir keinen Druck. Eine herrliche Vorstellung. Diese schönen Dinge sollte sich jeder zu Herzen nehmen und ein klein wenig an der persönlich Entschleunigung arbeiten.
    Ich bin dabei!

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch in ein fröhliches und zufriedenes gesundes neues Jahr!
    Liebe Grüße
    Martina

  2. […] habe ja neulich gute Vorsätze für 2014 gefasst. Unter anderem will ich jeden Monat etwas machen, was ich noch nie zuvor getan […]

  3. […] überhaupt mit einer Faschingsperücke auf dem Kopf. Es ist mein Februarexperiment im Rahmen meines Vorsatzes, dieses Jahr jeden Monat etwas zum allerersten Mal zu […]

  4. […] Rahmen meines Experiments, in diesem Jahr jeden Monat etwas zum ersten Mal zu machen, habe ich mir überlegt, dass ich gerne […]

  5. […] Ich bin spät dran mit meinem Märzbericht über die Dinge, die ich in diesem Monat zum ersten Mal in meinem Leben gemacht habe. Doch schuld daran ist eines dieser Dinge. Nämlich die […]

  6. […] heiße Simone, und ich habe geschummelt. Im Rahmen meines Experiments, 2014 jeden Monat etwas zum ersten Mal zu machen. Ich habe im Mai zwar etwas zum ersten Mal gemacht, aber nicht so richtig zum ersten […]

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