• Leben und Schreiben auf dem spanischen Land

    Nicht nur in Deutschland, sondern natürlich auch in anderen Ländern gibt es mehr oder weniger „plattes“ Land. Ich habe heute das Glück, einen Beitrag übers spanische Landleben vorstellen zu dürfen:ttbw_button Meine Autoren-Kollegin Manon Garcia hat mir im Rahmen des Blogwichtelns des tollsten Textfrauennetzwerks überhaupt, dem Texttreff, einen großartigen Beitrag über ihren Umzug in die spanische Pampa (höhö, das Wort passt hier ja vielleicht sogar mal) spendiert. Und wer von Gran Canaria nicht genug bekommen kann, findet in ihrem Gran-Canaria-Blog noch viele, viele weitere Informationen.
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    © Manon Garcia

    © Manon Garcia

    Ich schreibe heute einen Beitrag zum Thema Landleben. Landleben. Und das mir. Ich, die in Hamburg aufgewachsen ist. Die sich wohlfühlte in dieser zweitgrößten Stadt Deutschlands. Die auf Umwegen in Berlin landete, bekanntlich die größte Stadt Deutschlands. Aber … die nun weg ist von einer Großstadt und auch von Deutschland. Es zog mich in die Ferne, nach Spanien auf eine Insel. Was so viel heißt wie tagsüber zwischen 19 (Winter) und 25 Grad (Sommer) und nachts zwischen 15 (Winter) und 22 Grad (Sommer). Aber wie das so ist, gibt es ja überall einen Haken. Meiner ist, dass ich mich als Großstadtkind auf einer Insel wiederfinde, die von der Einwohnerzahl halb so groß ist wie Hamburg und von der Fläche genauso groß. Da das Meer Drumherum gebaut ist, ist es mit dem Übertreten der Grenzen nicht so einfach.

    Gran Canaria, so hat sich mir die Insel vorgestellt, ist eine kleine runde Insel. Und 800.000 Einwohner klingen ja auch nicht sooo wenig. Allerdings leben davon gefühlt 750.000 in der Hauptstadt Las Palmas. Dort lebe ich aber nicht. Warum? Weil es dort „immer“ bewölkt ist. Und ich ziehe doch nicht auf eine Sonneninsel, um im Schatten zu sitzen. Nein, diese schöne und lebendige Stadt muss passen. Sollte Las Palmas mit den Wolken in Friedensverhandlungen gehen, überlege ich es mir. Aber so? Nein!

    © Manon Garcia

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    Deshalb blieben eigentlich nur noch zwei Gebiete. Der Süden, bei dem ich in Bettenburgen und Tourismusläden ertrinken würde, oder im Osten, der sich nahezu vereinsamt und idyllisch anbietet. Nun, ihr könnt es euch denken meine Wahl fiel auf den Osten. (Im Westen ist Steilküste, deshalb kam das nicht infrage.) Hier gibt es Ortschaften wie Playa Arinaga mit ganzen 7.000 Einwohnern. Was macht man nicht alles für das Wohlfühlwetter?

    Wie lebt es sich hier in dieser Ortschaft, sprich auf dem Land, in der Einsamkeit? Der Vorteil: Man sieht immer dieselben Gesichter. Der Nachteil: Man sieht immer dieselben Gesichter.

    © Manon Garcia

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    Aber es gibt noch mehr zu berichten. Die Internetverbindung ist so rasch, dass ich beim Aufbauen von Webseiten nur eine Tasse Kaffee trinken kann. Auch gibt es ständig Arbeitspausen, weil die Verbindung zusammenbricht. Die Busse fahren stündlich und sind so geplant, dass beim Umsteigen, die anderen Bus gerade weg sind. Somit wird eine Fahrt nach Las Palmas, die 20 km entfernt liegt, zu einem Tagesausflug. Einkaufen, geht hier natürlich auch, klar! Aber es sind kleine teure Tante Emma Lädchen. Ansonsten kann man mit den Bussen (ha ha) zum Einkaufen in die Stadt fahren. Aber der Vorteil an dieser am Meer liegenden Ortschaft, die Läden haben sieben Tage die Woche von morgens 8 bis abends 22 Uhr durchgehend geöffnet. Kein Feiertag ist hier geschlossen! Da fühle ich mich wie in der Großstadt.
    © Manon Garcia

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