• Nebelmorgen

    Ich mag solche Morgen. Wenn die Sonne bereits hoch am Himmel steht, die Luft aber noch kalt ist und die Nebel über dem Fluss hängen. Dann fühle ich mich wie in einer verwunschenen Welt.

    Jeder einzelne Schritt kommt mir vor wie ein Schritt ins Ungewisse – obwohl ich den Weg, den ich gehe, gut kenne. Alle Geräusche nehme ich stärker wahr. Leider nicht nur die der Vögel und des Flusses, sondern auch die der Fahrzeuge von der nahe gelegenen Straße.

    Doch das ist mir an solch einem Morgen egal. Ich blende sie einfach aus und freue mich daran, dass die Füchse im Wald Kaffee kochen, wie man so sagt (naja, eigentlich sagt man hier „de Fösse smeiket“ – die Füchse schmöken/rauchen -, wenn der Nebel aus den Wäldern aufsteigt, doch das versteht ja keiner). Die Wassertröpfchen in der Luft setzen sich in meinen Haaren ab, der ein oder andere vorwitzige Tropfen rinnt hinab zu Boden. Das Gras am Wegesrand wirkt praller, grüner. Die Wassertropfen auf den Halmen reflektieren die Strahlen der Sonne.

    Und weil ich neue Gummistiefel habe, kann ich endlich wieder trockenen Fußes längere Zeit durch nasses Gras gehen (siehe Die große Gummistiefel-Verschwörung). Rumpatschen, dass es nur so spritzt, den Hund mit einer kleinen Dusche erschrecken und danach mit guter Laune heimkehren. So fängt der Tag gut an.

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